Die Welt ist zu gross, um nur an einem Ort zu bleiben.

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Die Welt ist zu gross, um nur an einem Ort zu bleiben.

Korsika

16.06. - 09.07.2019

Mit der Nachtfähre gelangten wir von Savona (IT) nach Korsika (FR). Etwas gerädert von der unruhigen Nacht, fuhren wir in den vertrauten Hafen von Bastia ein. Wie schön nach drei Jahren wieder die wohltuenden Düfte Korsikas einzuatmen (Korsika wird auch als die Insel der Düfte bezeichnet).

 

Uns zog es gleich in den Norden, um den altbekannten Sisco-Trail zu befahren. Diesen Trail haben wir schon Mal verwendet, um auf eindrücklichste Weise an die Nordwestküste zu gelangen. Dieses Mal war die Natur von vergangenen Waldbränden gezeichnet und verlieh dem Track etwas Mystisches.

Am Ende dieser Strecke befindet sich ein wunderschöner Stellplatz am Meer, welchen man sehr günstig benutzen kann. Wir verbrachten zwei Tage und zwei Nächte auf diesem Platz. Im Ortsansässigen Dorfladen hatte es eine Waschmaschine, die wir grosszügig ausreizten.

Am ersten Abend heizten wir den Smoker ein und ein prächtiges Stück Beef wurde im heissen Rauch gar gezogen. Zum gelungen Stück Fleisch, tranken wir ordentlich Rotwein. Leicht beschwipst gingen wir zur späten Stunde ins Bett. In der Nacht wurde Nadine durch ein merkwürdiges Geräusch aufgeweckt. Nach wiederholendem Klicken wurde ihr klar, dass jemand versuchte die geschlossene Beifahrertüre zu öffnen. Sofort weckte Sie Raphi auf. Das Geräusch verstummte schlagartig. Der ungebetene Gast konnte nicht gesichtet werden.

Einen solchen unerfreulichen Vorfall durften wir bereits ein Mal auf einer anderen Reise, ebenfalls auf einem freien Stellplatz erleben.

Nun nach dem zweiten Vorfall wurde uns folgendes klar: viele Leute haben ein ungutes Gefühl z.B. alleine im Wald zu übernachten. Vom Einbruchschutz her gesehen, ist das aber etwas vom sichersten. Diebe bevorzugen eher Plätze, die immer wieder von neuen Touristen besucht werden. Diese Plätze kennen sie bestens und können ohne grossen Aufwand ausgekundschaftet werden. Wenn dann ein ahnungsloser Tourist noch die Türen nicht verschliesst, ist es bereits passiert. An einem wilden Platz irgendwo in der Natur wartet wohl niemand auf ein Opfer das er ausrauben kann. Aus diesem Grund meiden wir eher offene Stellplätze, Grossstädte etc. – nach Möglichkeit sind wir lieber in der Natur unterwegs.

Am zweiten Abend sassen wir in geselliger Runde mit anderen Reisenden zusammen und verbrachten einen gemütlichen Abend – diese Nacht blieb es ruhig.

 

Anschliessend fuhren wir Richtung Westen in die Nähe von Calvi. Hier suchten wir einen sicheren Campingplatz, wo wir unseren Bus längere Zeit einstellen konnten. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zur Fernwanderung GR20.

Nach diesem Erlebnis fuhren wir die bezaubernde Westküste südwärts entlang. An den unglaublichen Felsformationen und atemberaubenden Sonnenuntergängen konnten wir uns kaum satt sehen – ein Traum!

 

Auf dem GR20 mussten wir aus gewichtstechnischen Gründen ein Materialdepot im Col de Bavella zurücklassen. Dieses Depot holten wir auf dem Weg Richtung Ostküste wieder ab. An der Ostküste besuchten wir zum 9.Mal unseren Lieblingszeltplatz auf Korsika - Camping Fautea -.

Ersatzteile, die per Post gesendet wurden, warteten dort bereits auf uns. Wir verbrachten einige Tage an diesem schönen Ort. Wie aus dem Nichts bekamen wir die traurige Nachricht, dass Grossmami MIMI von Raphi altershalber mit 96 Jahren verstorben ist. Da Raphi gerne an der Beerdigung seiner Grossmutter teilnehmen wollte, suchten wir eine gute Flugverbindung in die Schweiz. Von Südsardinien boten sich die besten Möglichkeiten. Somit machten wir uns auf den Weg Richtung Sardinien und nahmen am nächsten Tag die Fähre.

 

Hier geht es zum Korsika-Movie!